Glück Auf am Rammelsberg

4IEE – 4. Internationales EarthCache Event

IEE3.jpgNach dem „1st International EarthCache Event” (GC33E6X) 2012 in der Nähe von Portland, dem „2nd International EarthCache Event” (GC3JG9V) 2013 in St. George/Utah und dem „3IEE (3rd International EarthCache Mega Event” (GC4JD1B) letztes Jahr in Duncan/BC Kanada fand am 19.9.2015 das erste europäische EarthCache Mega Event der IEE-Serie in Goslar (GC5KXFF) statt. Es war allerdings nicht das erste EarthCache Mega in Europa, denn da waren die Polen mit „CARBON – 1st European EarthCache Event“ (GC4XTZ2) letztes Jahr in Zabre schneller. Mit reichlich 200 attended-Logs sicher eines der kleineren „Mega“ Events, aber eben das erste EarthCache Mega in Europa! Goslar hatte da ein paar Teilnehmer mehr – schon allein knapp 1.500 will attend Logs sprechen für sich.

IEE4.jpgVerglichen mit anderen Mega Events ist dies dennoch eines der „gemütlicheren“ Megas, aber es stand ja auch nicht der Mega Event Charakter im Vordergrund sondern das Thema EarthCache und die regionale Geologie und Geschichte des Rammelsberges und des Harzes, zu denen es am Samstag zahlreiche interessante Vorträge in deutscher und englischer Sprache zu hören gab – doch dazu später mehr.

IEE2.jpgGoslar ist eine große Kreisstadt in Niedersachsen mit ca. 50.000 Einwohnern. Im Süden der Stadt liegt der 685 m hohe Rammelsberg, dessen Erzbergwerk zusammen mit der Altstadt von Goslar zu den Weltkulturerbestätten der UNESCO zählt. Bis 1988 wurde hier über 1000 Jahre ununterbrochen Erz gefördert – heute zieht das Besucherbergwerk über 100.000 Besucher jährlich in den Nordharz. Dieses Jahr darunter über 1.000 Geocacher, die am Rammelsberg das 4. Internationale EarthCache Event besuchten.

Bereits am Freitag luden die Organisatoren des 4.IEE zum Meet&Greet (GC611JV) am Abend in die Goslaer Innenstadt ein. Auf dem Innenhof des ehemaligen Brauhofs sorgte der Wirt vom „Minna`s Alte Liebe“ für das leibliche Wohl und man konnte mit verschiedenen EarthCache Freunden und Geocachern von der ganzen Welt in Kontakt kommen.

Am Samstag, dem eigentlichen Event Tag, folgten nach ein paar Begrüßungsreden u.a. durch Gary Lewis – dem Vater der EarthCaches – und Dr. Großewinkelmann – dem stellvertretenden Leiter des Museums Rammelsberg die bereits angesprochenen Vorträge zur „Geologie des Harzes“ und zum „Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen“. Zur Geschichte des Rammelsbergs konnte man nicht nur in einem Vortrag Interessantes lernen, sondern dies auch live während einer informativen Führung unter Tage erleben. Alle, die einmal selber einen EarthCache ausarbeiten wollen, konnten sich bei den Vorträgen „Wie versteckt man einen EarthCache“ und „EarthCache: Listing schreiben leicht gemacht“ wertvolle Tipps holen. Und wer noch weitere Fragen zum Thema hatte, konnte diese gleich am EarthCache Reviewer Stand loswerden. Darüber hinaus stellten Gary Lewis die „EarthCache Acadamy“ und Matthew Dawson das Projekt „EarthCache GeoVentures“ vor.IEE6.jpg

Während Papa und Mama einem der spannenden Vorträge lauschten oder bei der Präsentation “Faszination EarthCache” in der Schmiede auf einer 6 m breiten Leinwand Bilder von hunderten EarthCache aus der ganzen Welt bewunderten, war auch für die Kleinen gesorgt, die beim Kinderprogramm spielerisch die Geheimnisse des Berges entdecken und erlernen konnten.

IEE5.jpgAnschließend ging es entweder zu Fuß in den historischen Roeder-Stollen – ein über 200 Jahre altes Stollensystem – oder mit der ruckelnden Grubenbahn 500 m in den Berg hinein zum Richtschacht. Während die Erzförderung im Roeder-Stollen mit Wasserrädern erfolgte, war der Richtschacht 1911 der erste Schacht im Rammelsberg, in dem die Erze mittels elektrischer Energie gefördert wurden. Wer die 250 Treppenstufen zur Erzaufbereitungsanlage nicht zu Fuß bewältigen wollte, konnte den seit 1. Juni 2015 wieder in Betrieb genommenen Schrägaufzug benutzen um die 43 m den Berg hinauf zu überwinden.

Ein weiterer Höhepunkt war die Vergabe der Geoawards. Die Wahl zum besten EarthCaches Deutschlands hat mit dem Weißen Ofen im Lengefelder Revier von (GC562K4) Harold´s Hawks  ein EarthCache aus Sachsen gewonnen.

Wie bei jedem anderen Mega Event gab es auch in Goslar wieder ein paar LabCaches zu finden. Hier hatten die Organisatoren sich eine bunte Mischung einfallen lassen. Ein Teil der LabCaches war auf dem Eventgelände auf dem Rammelsberg „versteckt“. Bei dem anderen Teil ging es auf eine kleine Stadtführung durch Goslar, bei der man u.a. an den beiden Stadttoren „Breites Tor“, welches im Spätmittelalter das bedeutendste Stadttor von Goslar war, und dem gegenüber der Neuwerkkirche befindlichen Rosentor vorbei kam. Am Markt waren die Wasserstrahlen zu zählen und am Zwinger der Bewohner der obersten Etage gefragt. Wenn wir wieder einmal in Goslar sind, weiß ich schon wo wir wohnen werden, denn im Zwinger gibt es auch ein paar schicke Ferienwohnungen. Was beim LabCache Stadtrundgang natürlich nicht fehlen durfte, war die Kaiserpfalz, in der seit dem Jahr 1050 auf zahlreichen Reichsversammlungen und Hoftagen über 200 Jahre lang deutsche Geschichte geschrieben wurde.

Nach dem die Tore am Rammelsberg geschlossen wurden, konnte man noch beim „Glück Auf und Auf Wiedersehen“ (GC62H4W) an der St. Jacobi-Kirche in Goslar den Tag mit einem kleinen Event ausklingen lassen.

Zum Tag des Geotops am Sonntag gab es bei der Geologischen Wanderung um den Eckerstausee (GC611XV) Wissenswertes zum Gestein des Jahres 2015 zu erfahren – der Gneis, der im Harz nur an dieser Stelle aufgeschlossen zu finden ist und als Eckergneis bezeichnet wird. Es handelt sich hier um ein stark verändertes Ablagerungsgestein des frühen Erdmittelalters, das ca. 400  Millionen Jahr alt ist. Vielen Dank an Dr. Knappe und Dr. Knolle für die interessante Führung.

Zum Abschluss möchte ich mich bei den Organisatoren des 4IEE – 4. Internationales EarthCache Event ganz herzlich bedanken – es war ein tolles Wochenende am und im Rammelsberg.

Wir sehen uns zum 5. IEE wieder?!

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