Das Mega-Jahr 2015

Das war das Geocaching-Mega-Jahr 2015. Es war nicht nur Mega, sondern Giga und das gleich zwei mal – in Mainz und in Xanten.

Doch der Reihe nach. Was ist überhaupt ein Mega-Event? Megas gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer – wie zum Beispiel das Mega am Meer. Ein Mega ist ein Geocaching-Event mit mehr als 500 Teilnehmern (Mega), wobei es im Vorfeld des Events von Groundspeak als Mega akzeptiert werden muss. Wie es früher einmal war, dass ein Event anhand der Teilnehmerzahlen nachträglich den Megastatus erhalten hat, gibt es so nicht mehr.

Und wann wird aus einem Mega ein Giga? Ab 5000 Geocachern und mehr. Nach München letztes Jahr haben es dieses Jahr gleich 2 Mega-Events geschafft die 5000er Marke zu knacken und so wurde aus dem Gutenberg Event in Mainz und aus dem Project geoXantike in Xanten jeweils ein Giga-Event. Auch hier zählen die will-attends im Vorfeld – ein nachträgliches upgrade ist nicht möglich (Giga).

Berichte zu den einzelnen Mega und Giga-Events gibt es ja eine ganze Reihe, sodass ich nur eine kleine Zusammenfassung geben möchte und dabei die Besonderheiten, der jeweiligen Events kurz herausstellen werde.

GIGA Gutenberg 2015 in Mainz (13. bis 17. Mai 2015) GC50FTF
MainzDie Besonderheit beim GIGA Gutenberg in Mainz war zweifelsfrei das „GPS Maze Europe“, welches zum ersten Mal 2013 in Prag stattgefunden hat. Die Wanderausstellung zum Thema GPS-Technologie und Geocaching ist eine Zusammenarbeit der Tschechischen Geocaching-Assoziation (ČAGeo) und Groundspeak und wird am 6. August 2016 in Nordwales während des „NORTH WALES 2016 UK MEGA EVENT“ (GC5TQ6Q) in Llangollen stattfinden. Besonders beeindruckt war ich vom Zeitrafferfilm, der sehr anschaulich die stetig wachsende Zahl an Geocaches in Deutschland und Europa zeigte. Reichlich 5.500 Attended-Logs zeigen wie gefragt die Ausstellung war (sicherlich u.a. auch wegen des seltenen Maze-Icons), die von Mittwoch Abend, des 13. Mai bis zum Sonntagmorgen, des 17. Mai besucht werden konnte. Wer am Sonnabend das Maze besuchen wollte, musste sich ein wenig in Geduld üben, da die Warteschlange schon gigantisch lang war.
Was ist noch in Erinnerung geblieben? Cachen auf dem 50. Breitengrad – eine Mystery-Reihe mit 81 Dosen, bei der alle Schwierigkeiten von D1 bis D5 sowie alle Gelände-Wertungen von T1 bis T5 in jeder D-/T-Kombination einmal vertreten waren. Waren? Die Serie wurde nach 7 Monaten (Publish: 5. November 2014) Anfang Juni 2015 planmäßig archiviert. Für alle Statistiker und Zahlenliebhaber unter Euch hier eine kleine Zusammenfassung vom Team Gutenberg: „Wir haben bis heute für alle 81 Caches zusammen ca. 215.000 Logs erhalten. Das sind im Durchschnitt etwa 2600 Logs pro Cache. Jedes Logbuch wurde etwa 25 x getauscht. Wir haben insgesamt knapp 250 Petlinge verbraucht, somit wurde jeder Cache ca. 2x ersetzt.“ Ein großer Aufwand, vor allem auch, weil Umweltamt, Grünamt und das Ordnungsamt der Stadt Mainz mit einbezogen wurden/werden musste. Was mir am besten an der Serie gefallen hat, waren die T5er, die fast alle auf Litfaßsäulen lagen – eine schöne Baumschonende Idee.

GIGA Project geoXantike in Xanten (5. bis 7. Juni 2015) GC56APX
XantenFährt man ca. 300 km von Mainz Richtung Nordwesten erreicht man die Römerstadt Xanten und damit das zweite Giga 2015 – das Project geoXantike. Doch was ist ein Project Event? Es handelt sich hier um eine Event-Serie, die auf die Idee von JoGPS beruht, der das GeoWoodstock in den USA ins Leben gerufen hat und Geocacher von der ganzen Welt zusammen bringen will um Freundschaften zu schließen. Das erste Project Event fand 2009 in Bremen statt (GC1JZ92). Danach folgten 2010 und 2011 „Das Ulmer FORT – 10 Jahre Geocaching“ (GC20002) und die „FORTsetzung: – Die DOSENFISCHER“ (GC2MEGA) in Ulm. Mein erstes Project Event habe ich in Leipzig erlebt, wo 2012 die „PROJECT: GeoGames“ unter der Federführung der Steinfrau stattfanden. 2013 ging das Project nach Koblenz (GC3TECK) und 2014 nach München (GC4K089), wo es das erste Mal zum Giga wurde.
Nachdem wir uns also beim PETling-Angeln und Wathosenwettrennen in Leipzig und beim Bierkrugstämmen und Hau-den-Lukas in München versucht hatten, ging es im „LVR-Archäologischen Park Xanten“, wo es die Überreste der römischen Stadt „Colonia Ulpia Trajana“ zu sehen gibt, zum Wagenrennen und anderen thematisch passenden Spielen, die nicht nur den Erwachsenen viel Spaß bereitet haben.
Wie bei jedem Mega/Giga gab es auch in Xanten eine lange Händlermeile, allerdings mit einer kleinen Besonderheit: Bei drei verschiedenen Händlern gab es jeweils eine Coin (Schwert, Schild und Helm) zu kaufen, wobei im Vorfeld nicht gesagt wurde, bei wem. Wer alle 3 Coins zusammen hatte, brauchte nur noch die Mietzecacherin finden und bekam als kleines Dankeschön eine (allerdings nicht trackbare) Bonus-Coin.
Während Mainz mit der 81iger Matrix und vielen PETlingen lockte, gab es in und um Xanten zum Teil recht schön gestaltete Caches, die man bei einer Fahrradrunde um den Xantener Süd- und Nordsee erkunden konnte. Uns lockten ein paar Oldies noch ein Stück weiter und zwar in die benachbarten Niederlande, deren Grenze nur einen Steinwurf von Xanten entfernt ist. Der erste Cache „First Dutch“ (GC1C6) und der älteste Multi „Double Dutch“ (GC764) des Landes – beide aus dem Jahr 2001 – zogen uns fast bis nach Utrecht, welches die viertgrößte Stadt der Niederlande ist.

MEGA am MEER in Bremerhaven (19. bis 21. Juni 2015) GC54932
BremerhavenWas gab es in Bremerhaven außer Fischbrötchen und Meer? Fischbratwurst und das einzige Konzert der Dosenfischer dieses Jahr. Zusammen mit der Bremerhaven Touristik GmbH stellten die Organisatoren rund um GrafZahl75 ein gut funktionierendes Mega auf die Beine. Veranstaltungsort waren die Havenwelten – ein maritim angehauchtes Viertel im Zentrum Bremerhavens, in dem das Deutsche Schifffahrtsmuseum, ein Mediterraneo Shopping-Center und das Klimahaus 8° Ost die Besucher locken. Im Museumshafen konnte darüber hinaus das Segelschiff Seute Deern, das Feuerschiff Elbe 3 und das Museums-U-Boot Wilhelm Bauer besucht und erkundet werden. Wer die Guidlines von Groundspeak kennt, weiß sicher, dass seit Ende 2013 ein Event nicht mehr die Bezeichnung „Mega“ im Namen tragen darf – wieso hieß dann dieses Event aber „Mega am Meer“. Ganz einfach, weil ein Mega nicht so nebenbei von heute auf morgen organisiert ist, sondern eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. Die Vorbereitungen des Mega am Meer waren zum Zeitpunkt der Guidlineänderungen schon in vollem Gange, eine Homepage bereits angemietet und Geld investiert, sodass das Mega am Meer weiter Mega am Meer heißen durfte.

Geocaching-Magazin Event am See 2015 bei Mainz (17. bis 19. Juli 2015) GC5BAH2
Mit reichlich 1000 Attended-Logs ist das Event am See, das vom Geocaching-Magazin bereits zum sechsten Mal (zum dritten Mal als Mega) organisiert wurde, eines der kleineren und durch die Eventlokation den Bagger-Badesee in Trebur-Geinsheim bei Nierstein am Rhein eines der gemütlicheren und familiären Mega-Events. Angefangen hat es ganz klein 2010 mit knapp 50 attended-Logs. 2013 wurde es mit 363 attended-Logs das erte Mal zum Mega und 2014 und 2015 zählten die Organisatoren um Christian Gallus, dem Verleger des Geocaching-Magazins, jeweils reichlich 1000 attended-Logs. Die nächsten 4 Jahre wird das Event pausieren, wir sind gespannt auf danach!

MEGA-Phone IV bei Magdeburg (23. bis 26. Juli 2015) GC2X2VF MegaPhoneWer noch nicht genug vom Baden hatte, für den ging es die Woche nach dem Event am See an den Nord- und Südsee von Angern zum MEGA-Phone IV. Wie der Name schon sagt, fand dieses Mega-Event, das von spamade (Stephan Potthoff aus Magedeburg an der Elbe) und seinem Team mit viel Herzblut organisiert wird, bereits zum 4. Mal statt. Normalerweise ist dieses Mega mit 600 bis 800 attended-Logs ein sehr gemütliches Event für die ganze Familie – doch was war dieses Jahr los? Wind, viel Wind, sodass die geplante Filmvorführung am Samstagabend ausfiel und einige sogar schon vorzeitig abreisten. Wir haben durchgehalten und die Zelte standen am Sonntag immer noch – also alles halb so wild. Wir sind 2016 sicher auch wieder dabei, denn der Juniorcacherin hat es hier super gefallen. Neben dem Baden, Grillen, den ideenreichen Labcaches, der Tombola und vielem mehr, bleibt besonders das Teddy-Ausstopfen in Erinnerung.

LOST in MV 2 in Pütnitz (31. Juli bis 2. August 2015) GC5D5DX
LostMV2Lost in MV fand nach dem es 2011 regelrecht ins Wasser gefallen war, 2015 zum zweiten Mal statt. Und dieses Mal hatten die Organisatoren einen besseren Draht zu Petrus, sodass pünktlich zum Wochenende das Wetter wieder besser wurde. Wer bereits eine Woche früher angereist war – viele waren gleich nach dem MEGA-Phone in Angern an die Ostsee gefahren, um dort eine oder zwei Wochen Urlaub zu machen – hatte zumindest in der Woche vor Lost in MV ein wenig Pech mit dem Wetter. Umso schöner, dass das Event-Wochenende selber sich von seiner sonnigen Seite zeigte.
Die Organisatoren waren bestens vorbereitet und hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt – von Panzerfahren über paddeln bis hin zu Rundflügen über der Ostsee, war für jeden etwas dabei – auch für die Kids.
Wer keine preisintensive Ferienwohnung buchen wollt, fand auf dem Gelände die Möglichkeit zu zelten. Hier war das Preisleistungsangebot zusammen mit dem gebotenen Frühstück wirklich topp. Weniger gut war dagegen die Weitläufigkeit des riesigen Areals, sodass einige Caches zum Teil schwer zu erreichen waren. Wer sich ein Fahrrad ausgeliehen oder gleich selbst mitgebracht hatte, war in dieser Beziehung am besten dran.

4. Internationales EarthCache Event in Goslar (19. September 2015) GC5KXFF
IEE1.jpgFür die Freunde des Earthcaches öffnete am 19. September 2015 das UNESCO-Weltkulturerbe Rammelsberg im Harz seine Tore zum 4. Internationalen EarthCache Event, welches das erste europäische EarthCache Mega Event der IEE-Serie war. Bis 1988 wurde hier über 1000 Jahre ununterbrochen Erz gefördert – heute zieht das Besucherbergwerk über 100.000 Besucher jährlich in den Nordharz. Beim 4. IEE gab es neben interessanten Vorträge zur „Geologie des Harzes“ und zum „Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen“ sowie zur Geschichte des Rammelsbergs sehr informative Führungen unter Tage. Dabei ging es entweder zu Fuß in den historischen Roeder-Stollen – ein über 200 Jahre altes Stollensystem – oder mit der ruckelnden Grubenbahn 500 m in den Berg hinein zum Richtschacht.
Alle, die einmal selbst einen EarthCache ausarbeiten wollen, konnten sich bei den Vorträgen „Wie versteckt man einen EarthCache“ und „EarthCache: Listing schreiben leicht gemacht“ wertvolle Tipps holen. Und wer noch weitere Fragen zum Thema hatte, konnte diese gleich am EarthCache Reviewer Stand loswerden, wo man auch Gary Lewis, den Vater der EarthCaches, traf.
Ein weiterer Höhepunkt war die Vergabe der Geoawards. Die Wahl zum besten EarthCaches Deutschlands hat mit dem Weißen Ofen im Lengefelder Revier (GC562K4) von Harold´s Hawks ein EarthCache aus Sachsen gewonnen.

Ausblick 2016
Lust bekommen, auch einmal ein Mega zu besuchen? Dann gibt es hier die Informationen für 2016:
Mega-Events 2016 in Deutschland zusammengestellt von FerrariGirlNr1
Mega-Events 2016 in Deutschland und Europa zusammengestellt von Saarfuchs

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