Märchenhafter Februar

Für die diesjährigen Winterferien hatten sich die Dresdner Cacher Chrom Juwel, madamska und Sentahund etwas ganz besonderes einfallen lassen – eine 15-tägige Eventserie, bei der jedes Event unter dem Motto eines ausgewählten Märchens stand.

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Ich stand dieser Schwemme von Events zunächst etwas skeptisch gegenüber. Doch von Event zu Event habe ich immer mehr Freude daran gefunden den Erzählungen von Geschichtenonkel Sentahund, Märchenerzählerin madamska oder Chrom Juwel, die sich als sehr überzeugende Verwandlungskünstlerin entpuppte, zu lauschen. Und nicht nur ich habe gelauscht, auch alle anderen kleinen und großen Cacher, die zu Scharen an den Events teilgenommen haben. In erster Linie waren die Zuhörer aufgrund der örtlichen Nähe vorwiegend aus Dresden und der Umgebung, aber es gab u.a. auch Besucher aus der Bautzener Ecke, aus Chemnitz und dem fernen Vogtland. Selbst Susi Sonnenschein schaute bei Hänsel und Gretel vorbei – schade, dass hier aufgrund des Wetters die angedachte T-Wertung nur für die Vorlesende verwirklicht werden konnte.

Von wegen ein schneller Hin, Loggen und Weg! Nicht nur, dass das jeweilige Märchen erzählt oder vorgelesen wurde, nein es gab auch fast jedes Mal eine moderne Version, die nicht nur die Erwachsenen zum Lachen gebracht hat. Besonders in Erinnerung wird mir dabei das Chrom Juwel als cooler Typ beim Sterntaler Event bleiben. Passend zu jedem Märchen gab es jeden Tag ein sehr originelles Log“buch“ und für die Kinder, und zum Teil auch für die Großen, eine kleine Überraschung wie Pfefferkuchen von der bösen Hexe, Fettbemmchen vom Gänsedieb oder weiße Mäuse vom gestiefelten Kater. Beim Topfschlagen oder Sterntalerfangen verging eine Stunde wie im Flug, sodass es nie langweilig wurde und man sich schon auf den nächsten Tag und das nächste Märchen freute.

Zeitlich waren die Events so angelegt, dass jeder einmal die Möglichkeit hatte daran teilzunehmen – die Kinder, für die es gedacht war, sowieso, denn es waren ja Schulferien und die Erwachsenen je nach Dienstplan. Die meisten Events fanden unter der Woche vorwiegend am späteren Nachmittag statt, sodass hier die meisten Zeit hatten. Wochenends lagen sie für unternehmungslustige Cacher, wie uns, zeitlich etwas ungünstiger – vormittags oder um die Mittagszeit, sodass größere Touren ins weitere Umland auf später verschoben werden mussten. Für Familien mit Kindern war dies aber die optimale Eventzeit, was man auch an den Teilnehmerzahlen beobachten konnte. Das Aschenbrödel-Event am Schloss Moritzburg war das einzige Wochentags-Event, welches vormittags stattfand, aber auch hier standen die Organisatoren nicht alleine da.

Und wo haben die Events stattgefunden? Draußen. Bei Wind und Wetter, bei Sonnenschein, im Regen und im Schneetreiben. Und passend zu jedem Märchen an einem anderen Ort. So trafen wir uns u.a. mit Frau Holle am Dänischen Bettenlager, mit Hans im Glück am Gänsediebbrunnen, mit Aschenputtel am Schloss Moritzburg (die schönste Eventlokation), mit Rapunzel am Fichteturm, mit Rumpelstilzchen am Lagerfeuer, bei den Bremer Stadtmusikanten und beim gedeckten Tischlein am Eselsnest.

Bevor ich zum Ende meines Berichts komme, möchte ich noch etwas zu der im Vorfeld und vor allem durch die Serie ausgelösten Diskussion um das sogenannte Event-Stacking sagen.
Wie bei allen anderen physischen Caches auch, gibt es auch bei Events eine gewisse Abstandsregel. Im Gegensatz zu den 161 m (1/10 Meile) für physische Dosen/Stationen ist der Wert für Events nicht explizit in den Guidelines (weder bei Groundspeak noch auf der Seite der deutschen Reviewer) festgeschrieben. Warum? Weil es Ausnahmen geben kann. Und wann gibt es diese Ausnahmen? In der Regel an Tagen, an denen Groundspeak Souvenire für die Teilnahme an Events verteilt, so wie zum Beispiel der 29. Februar. Da dieser Tag dieses Jahr auf einen Wochentag fällt und jeder die Chance auf ein Souvenir haben soll, wurde die „Abstandsregel“ für Events deutschlandweit sehr locker gehandhabt.
Und warum steht das nirgendwo? Weil dann jeder diese Ausnahme für sich in Anspruch nehmen will. „Warum geht das, wenn Groundspeak Souvenire verteilt und warum geht das nicht, wenn ich mein super tolles Event veranstalten will, was viel besser ist als diese doofen Souvenire?!“ Ein Freund von mir würde jetzt sagen: „Eine Antwort mit 4 Buchstaben: Isso“. Das wird denjenigen, die von dieser Regel schon einmal betroffen waren, nicht gefallen, aber es ist so. Da könnt Ihr Euch auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln.
Die Vorgabe von Groundspeak lautet 25 Meilen, was ca. 40 km entspricht. In Sachsen und Thüringen haben sich die Reviewer auf 25 km geeinigt, also zu unseren Gunsten. Die 25 km sind eine Augenmaßregel, die in größeren Städten auch einmal deutlich unterschritten werden kann (aber nicht muss!), in kleineren Ortschaften dagegen wohl nie.
Aus diesem Grund finden wir diese „Regel“ nirgendwo festgeschrieben, einfach weil dann jeder für sich dieses Augenmaß von den Reviewern einfordern würde. Ich habe mich dennoch dazu entschlossen, diese Zahlen hier öffentlich zu machen, da ich der Meinung bin, dass es helfen wird, vorangegangene und kommende Reviewer-Entscheidungen zu verstehen und zu akzeptieren.
Behaltet einfach die 25 km im Hinterkopf und wenn an dem Tag, an dem Ihr ein Event machen wollt, es schon ein anderes Event innerhalb dieses Radius gibt, dann versucht mit guten Argumenten den Reviewer zu überzeugen und wenn das nicht hilft und er Euer Event nicht veröffentlicht, dann ist das leider so. Vielleicht könnt Ihr ja auch auf einen anderen Termin oder eine andere Örtlichkeit ausweichen – das Jahr hat 365 Tage, und da werdet Ihr bestimmt auch noch einen anderen Termin finden. Wenn nicht, dann war der andere Event-Owner halt schneller als Ihr, und nicht der Reviewer böse, weil er sich an die Regeln hält. Bei einem Tradi mit Abstandsproblem könnt Ihr ja auch nicht herumdiskutieren.

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Und nun noch ein paar Worte ganz im Speziellen zu dieser 15-tägigen Eventserie in Dresden. Die Owner sind im Vorfeld Reviewer seitig darauf hingewiesen worden, dass durch Ihre Serie kein anderer in dieser Zeit ein Event im Umkreis von 25 km veranstalten kann. Und sie haben es dennoch durchgezogen. Ob das gut war oder schlecht, kann jeder für sich entscheiden, mir persönlich hat es nach anfänglicher Skepsis sehr gut gefallen. Konkret war am Ende nur das Traumtänzer-Event von der Abstandsregel betroffen, das dadurch nur als OC-Event mit deutlich weniger Teilnehmern als sonst stattfinden konnte. Weder Reviewer noch Owner wollten/konnten eine Ausnahme machen oder das Event auf einen anderen freien Termin verschieben. Am Ende haben wir uns zu 5 auf ein Bierchen im Traumtänzer getroffen und gemütlich mit dem Owner gequatscht – das war auch einmal schön. Natürlich hätte der Reviewer ein Auge zudrücken können, aber er hat es nicht. Und auch über den Sinn einer 15-tägigen Eventserie kann man streiten, aber mein Gott, 15 Tage und das im Winter, wo sowieso nicht so viel los ist (von ein paar schönen Kneipenevents außerhalb einmal abgesehen). Und sinnlos war keines der 15 Events, wenn ich an die vielen leuchtenden Kinder- und Cacheraugen denke, die gespannt den Märchen gelauscht haben.
Deshalb möchte ich mich noch einmal im Namen aller Eventteilnehmer bei Euch – liebe Anna, liebe Nadine und lieber Bernd – für die sehr einfallsreiche und prima umgesetzte Eventserie bedanken!

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2 Gedanken zu “Märchenhafter Februar

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