Die Challenge Caches sind wieder da!

Sie sind also wieder zurück. Und, hat sich etwas geändert? An den Guidelines ja, und wie sich das Ganze in der Praxis auswirkt,werden wir sehen. Was es vorerst nicht geben wird – ein eigenes Challenge Icon. Warum denn nicht? Ganz einfach, weil die Challenge Caches nach einem Jahr Auszeit zwar wieder zurück sind, aber vorerst nur auf Probezeit. Wenn sich das neue Konzept bewährt, denkt Groundspeak über einen eigenen Cachetyp nach, wenn jedoch nicht, dann ist es Quatsch erst ein neues Icon einzuführen und dann gleich wieder abzuschaffen. Aber warum sollten denn die Neuerungen nicht funktionieren? Das hängt ganz von der Community, den Ownern und jedem Einzelnen ab. Denn warum wurden die Challenge Caches eigentlich überarbeitet? Weil die Ideen immer verrückter wurden und damit auch der Reviewprozess immer schwieriger und aufwändiger. Am Ende war es dann sogar soweit, dass mehr als 50% aller Anfragen an Groundspeak Challenge Caches betrafen. Dies will man nun bzw. hofft man mit ein paar Anpassungen der Challenge Cache Guidelines ändern. Und WAS hat sich geändert? Hier das Wichtigste in aller Kürze zusammengefasst:

1. Die größte Änderung und gleichzeitig größte Herausforderung (Challenge ;-)) ist die Checkerpflicht. Jede Challenge muss einen Checker (Link) beinhalten, mit dem man nachweist, ob man die Challenge erfüllt. Wie das Ganze funktionieren soll? Ich bin gespannt, wie project-gc dies umsetzen kann und wird.

2. Der Owner MUSS die Challenge selbst erfüllen. Darüber hinaus kann der Reviewer den Nachweis verlangen, dass in der Region auch andere Cacher die Challenge erfüllen.

3. Zeitbasierte Challenges wie zum Beispiel „Finde 100 Caches an einem Tag“ sind nicht erlaubt.

4. Streak-Challenges werden nicht vollkommen abgeschafft, sondern auf maximal 365 Tage begrenzt.

5. Waymarks, Benchmarks und Trackables dürfen nicht Gegenstand einer Challenge sein.

6. Auch Labcaches sind von Challenge-Caches ausgeschlossen, da sie nur für eine begrenzte Zeit absolviert werden können. Einzige Ausnahme sind beispielsweise Streak-Challenges, bei denen auch Labcaches gewertet werden. Jedoch Challenges wie „Finde 100 Labcaches“ sind nicht erlaubt.

7. Es wird keine neuen ABC-Challenges geben, da Challenges weder auf Cache-Titel, Ownernamen, GC-Code noch auf eine Cache-Beschreibung basieren dürfen. Mit dieser Änderung will man das Legen von Caches mit bestimmten Anfangsbuchstaben nur wegen einer Challenge verhindern.

8. Bei einem Challenge Cache müssen die Koordinaten des Verstecks angegeben werden, entweder als Listing-Koordinate oder in den Wegpunkten. Damit hat das lange Rätseln vor der Challenge-Dosensuche ein Ende.

Nicht neu, aber dennoch wichtig und zu beachten sind folgende Punkte:
– Challenge Caches müssen im Titel das englische Wort „Challenge“ beinhalten
– Challenge Caches dürfen nur positive Kriterien beinhalten. Challenge Caches wie „Logge 100 DNFs“ sind nicht erlaubt.
– Challenge Caches dürfen sich nur auf Absolutzahlen keine Prozente beziehen. Erlaubt ist somit: „Finde 100 deutsche Earthcaches“. Nicht erlaubt ist: „Finde 50% aller deutschen Earthcaches“
– Challenge Bedingungen müssen über Informationen von Geocaching.com verifizierbar sein und dürfen den Cacher nicht zwingen seine Privatsphäre offen zu legen
– Wettbewerbe dürfen keine Challenge Bedingung sein. „Logge 100 FTFs“ sind zum Beispiel nicht erlaubt.
– Challenge Caches dürfen nicht verlangen, dass man deaktivierte oder archivierte Caches finden muss.
– eine Challenge darf nicht verlangen, dass man Owner eines Caches ist.
– last but not least: Challenge Cache Bedingungen sollen so einfach wie möglich gehalten sein (Challenges mit schwierig zu durch schauenden Kriterien und Zusatzbedingungen werden nicht veröffentlicht) und Challenge Caches sollen Spaß machen!

Und nun wünsche ich Euch viel Spaß mit den alten (Grandfather-Challenges) und den neuen Challenges. Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen und verständlichen Einblick in die neuen Challenge Cache Guidelines geben. Wenn Ihr noch Fragen habt, schreibt mich an, kommentiert diesen Beitrag oder lest einfach selbst noch einmal in den Guidelines nach. Die Reviewer werden es Euch danken und Eure neuen Ideen dann auch ohne viel Zirkus veröffentlichen. Natürlich nur wenn sie den Guidelines entsprechen und das können sie nur, wenn Ihr diese auch kennt.

Hier noch eine kleine Ergänzung: Die D-Wertung einer Challenge ergibt sich aus der Schwierigkeit, diese zu erfüllen. Die T-Wertung jedoch beschreibt die Erreichbarkeit der Challenge-Dose vor Ort. Dass heißt, wenn ich 5x T5-Caches für eine Challenge finden muss, die Dose der Challenge selbst aber mit dem Rollstuhl erreichbar ist, wird die T-Wertung der Challenge auf 1 gesetzt. Die T5er, die ich für die Challenge brauche, wirken sich „nur“ auf die D-Wertung der Challenge aus. Wenn die Challenge-Dose selbst auch auf einem Baum hängt und nur mit Kletterausrüstung erreichbar ist, dann ist die Challenge natürlich auch T5. Ob das früher auch schon so der Fall war, weiß ich nicht, aber so steht es jetzt explizit in den Guidelines.

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6 Gedanken zu “Die Challenge Caches sind wieder da!

  1. Vielen Dank für diese Zusammenfassung. Eine Frage habe ich jedoch noch: was passiert mit den vorhandenen Challenges, die diesen Guidelines nicht entsprechen? Da fallen mir in Dresden spontan mindestens 10 Stück ein.

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