„Glück Auf“ auf Zollverein

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Am Wochenende war es nun soweit, es ging in den Ruhrpott zum Project Glück Auf Event zur „Schönsten Zeche der Welt“ – zur Zeche Zollverein, in der  von 1851 ca. 135 Jahre lang Steinkohle gefördert wurde und die seit 2001 zum UNESCO-Welterbe zählt. Ob es die schönste Zeche der Welt ist, kann ich nicht beurteilen, denn Untertage ging es leider nicht. Aus Sicherheitsgründen werden hier leider keine Führungen angeboten. Wer ein Kohlebergwerk von innen/unten sehen will, dem empfehle ich das tiefste Besucherbergwerk Europas das Steinkohlebergwerk „Guido“ in der oberschlesischen Stadt Zabre, hier geht es 320 m unter die Erde. In Essen dagegen ging es mit der Rolltreppe und dann weiter zu Fuß nach oben auf die Aussichtsplattform des Ruhr-Museums (die ehemalige Kohlenwäsche der Zeche). Von hier oben hat man einen herrlichen Blick über das Ruhrgebiet, das von oben betrachtet gar nicht so grau ist, wie man denken würde.

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Das Glück Auf Event mit dem Motto „Geocaching zwischen Kohle und Stahl“ war nach München 2014 und Xanten 2015 das dritte Project Event mit GIGA-Status (das Gutenberg Event letztes Jahr in Mainz war auch ein GIGA, gehörte aber nicht zur Project-Reihe). Mit knapp 6.000 Will Attends wird es die 7.500 Attended-Logs von „Mia san Giga“ vielleicht nicht ganz erreichen, aber die 4.400 der „GeoXantike“ ganz bestimmt. Eine so große Besucherzahl will aber auch bewältigt werden und ist für eine Orga eine große Herausforderung.

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Im Nachhinein betrachtet würde ich sagen, haben die Essener diese Herausforderung gut bewältigt. Natürlich musste man bei der Anmeldung ein wenig anstehen, natürlich war das Gedränge bei den Händlerständen groß und natürlich war man im Zollverein Park nie alleine unterwegs. Dennoch war alles sehr gut organisiert, es gab Workshops, Geocachingwettbewerbe, Labcaches, Bingo, Verlosung, Führungen, ein tolles Log“buch“, an die Kinder war gedacht und für das Leibliche Wohl war auch gesorgt. Auch hier war Anstehen angesagt, aber die Cateringfirma hatte das alles super im Griff, sodass keiner lange in der Schlange hungern musste. Flüssige „Nahrung“ gab es auch, wenn gleich für uns die „Größe“ der Bierbecher etwas ungewohnt war. Rund um also ein sehr gelungenes GIGA-Event, bei dem auch Petrus gut mitspielte – es war weder zu heiß noch zu kalt und geregnet hat es quasi auch fast nicht.

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Gab es nur Gutes? Oder hatte man auch etwas zu meckern? Meckern würde ich nicht, denn so eine Veranstaltung macht viel Arbeit und Mühe und natürlich gibt es immer etwas, was dem ein oder anderen nicht so gefällt. Jedem recht machen kann man es nicht, aber vielen, und das würde ich sagen hat Essen geschafft. Hut ab für die tolle Orga! Was mir u.a. auch positiv aufgefallen ist, waren die Caches rund um das Event-Gelände. Natürlich gab es im Vorfeld auch ein paar Event bedingte Deaktivierungen, aber im großen und ganzen waren viele der Caches aktiv geblieben und vor dem Giga frisch gewartet und größtenteils mit einem speziellen Eventlogbuch ausgestattet worden! So muss das sein – so ist das prima! Vielen Dank an alle Owner!

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Wem der Trubel auf dem Eventgelände zu groß wurde, der konnte auch in der Umgebung interessante Caches besuchen. Vor allem die Earthcaches möchte ich an dieser Stelle erwähnen. Für Cacher aus NRW vielleicht nichts besonderes, aber für uns Sachsen war es schon ein Erlebnis ein paar Kohleflöze live in natura zu erleben. Und welche Cachespezialitäten hatte der Pott noch zu bieten? Webcam-Caches!  In Sachsen ist dieser Cachetyp quasi am Aussterben, aber im Ballungsraum Ruhrgebiet gibt es noch die ein oder andere Kamera mit dazugehörigem Cache, so ging es für uns u.a. nach Dortmund, Neuss, Düsseldorf und Bochum. Alle Webcams aktualisieren sehr schnell, sodass man gar nicht lang auf sein Foto warten musste (außer Dortmund, wo ein wenig Geduld gefragt war, aber vielleicht waren wir da von den anderen Cams einfach zu verwöhnt).

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Eine Kleinigkeit zum Herumnörgeln habe ich dennoch und das sind die Labcaches. 30 Stück gab es insgesamt (je 10 am Freitag, Samstag und Sonntag). Ich weiß, mittlerweile ist das Tradition bei einem Mega bzw. Giga. Es ist vielleicht Geschmackssache aber die früheren  Eventcaches mit richtiger Dose und richtigem Logbuch haben uns besser gefallen, als irgendwo eine Zahl abzuschreiben oder ein Codewort zu finden. In Essen war es zum Teil sogar so, dass man an der Labcachekoordinate selbst gar kein Passwort finden konnte, sondern es über einen anderen Weg herausfinden musste. Am besten waren da die Labcaches am Sonntag, wo man vor Ort jeweils einen QR-Code mit dem Passwort finden musste. Ein weiteres Manko für eine so große und internationale Geocachingveranstaltung: die Labcaches waren alle nur auf Deutsch (da muss ich an dieser Stelle einmal unsere tschechischen Kollegen in Terezin loben, hier gab es die Labcaches dreisprachig auf Tschechisch, Deutsch und Englisch). Vielleicht können die nächsten GIGA/MEGA Event Organisatoren das aufnehmen und verbessern?!

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Womit wir auch gleich bei der Frage sind, wann und wo findet denn nächstes Jahr das Project Event statt? Vom 18. bis 20. August 2017 in Friedrichshafen – das „Let´s Zeppelin“.

Zum Abschluss möchte ich mich noch einmal bei den Organisatoren vom Glück Auf Event bedanken – es war ein schönes Wochenende bei Euch im Ruhrpott! Na dann, bis nächstes Jahr in Friedrichshafen!

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9 Gedanken zu “„Glück Auf“ auf Zollverein

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