Amy Farrah Fowler

Wie lange seid Ihr schon Geocacher und wie seid Ihr zum Geocaching gekommen?
„Wir haben im Oktober 2002 in einem Fernsehbericht von Geocaching gehört und da wir schon ein GPS-Gerät hatten, haben wir es gleich mal ausprobiert. Bis zum ersten Fund dauerte es dann noch ein paar Tage und es benötigte zwei Anläufe. Richtig begeistert wurden wir aber erst durch unser erstes Event organisiert von lindolf und portitzer in Colditz im September 2004, wo wir erstmals einige der „Verrückten“ trafen und dort ein paar geniale Caches gemeinsam erledigten. Seitdem hat uns der Virus erfasst und andere Hobbies traten in den Hintergrund.“

Wie lange seid Ihr Reviewer?
„Reviewer sind wir seit Mai 2014. Wir wurden gefragt, ob wir uns diese Tätigkeit vorstellen können. Damals passte es auch gerade beruflich, so dass wir JA gesagt haben. Eigene Initiative gab es dazu überhaupt nicht.“

Wie viel Zeit investiert Ihr pro Tag in Eure Reviewertätigkeit?
„Der Zeitaufwand ist unterschiedlich – der Dezember war ganz schön anstrendend. Meist sind es 2 Stunden pro Tage – selten mehr – an einzelnen Wochenenden weniger, man will ja auch noch cachen gehen.“

Was gibt es als Reviewer noch zu tun und wie oft und wie viel Zeit investiert Ihr dafür (ich denke da an Vorortbegehungen und Treffen mit dem Forst etc.)?
„Das ist eher selten und wird meist mit anderen Dingen verknüpft, wo es gerade passt.“

Wie ist bei Euch beiden die Aufgabenverteilung und die Zeit, die Ihr investiert?
„Die Reviewertätigkeit übernehme ich – Rolf – Katrin ist für den „Weltfrieden“ zuständig, sprich: sie sorgt dafür, dass die Termine passen und das Umfeld stimmt. Sie sorgt auch dafür, dass die Stimmung immer mal wieder abgekühlt wird – sie ist also ganz wichtig!“

Wie sieht die Statistik (prozentual) so bei Publishs aus, wie viele können gleich veröffentlicht werden? Wie viele benötigen noch eine Rücksprache mit dem Owner? Welches ist der Hauptgrund, dass ein Cache nicht gleich freigeschalten werden kann?
„Bei der Mehrzahl der Caches geht wenigstens eine Note hin und zurück (ca. 80%). Das hängt damit zusammen, dass ich vor allem bei den ersten Caches von Ownern damit erkennen kann, dass eine echte Mailadresse hinterlegt wurde. Abstandsprobleme sind meiner Meinung nach nicht die häufigsten Gründe, eher Rückfragen zu Mysteries.
Als Owner sollte dies bitte nicht als Schikane aufgefasst werden – wir reagieren hier in Sachsen relativ schnell und da kann es dann auch mal eine Mail mehr sein. Lieber einmal mehr nachgefragt als dass dann ein Cache Ärger in der Community erzeugt, wenn was nicht stimmt.“

Habt Ihr einen Überblick wie viele Caches gesamt Ihr schon gepublisht habt?
„Im Moment nicht – ich müsste zählen. Pro Monat sind es ca. 100.“

Wie steht Ihr zu LPs, T5s, Events mit höherer D/T-Wertung (wenn berechtigt), Challenges etc. (als Cacher und als Reviewer)?
„LPs gern – wenn man legal Zutritt hat und absehbar ist, dass es keine Probleme mit Anwohnern gibt. Leider ist dies bei der gewachsenen Anzahl von Cachern kaum noch möglich. Ich habe mir in Einzelfällen da auch vor dem Publish schon ein Bild vor Ort gemacht.
T5er gibt es ja verschiedene. Ich habe ein Problem mit „vertikalen Leitplanken“, d.h. „Ich hänge da mal einen Petling in den Baum, weil ich es kann.“ Die Mehrzahl der Cacher möchte sich keine Kletterausrüstung anschaffen und ist davon ausgeschlossen. Das finde ich nicht gut, aber darüber habe ich als Reviewer nicht zu befinden.
Challenges: Als Player: Ja, da sie einen Anreiz schaffen, bestimmt Regionen, Caches o.ä. aufzusuchen. dabei gelingt es mir auch, bestimmte Challenges auf die virtuelle Ignoreliste zu setzen. Man muss nicht alles machen. Ich werde auf gar keinen Fall meine persönliche Statistik ändern/verfälschen, nur damit ich eine Challenge erfülle – dafür bin ich zu sehr daran interessiert, dass meine Statistik stimmt.
Als Reviewer: Hoffentlich kommen sie nicht wieder. Dadurch wird der Höher-Schneller-Weiter-Aspekt gefördert und jeder neue Cache will die bisherigen Grenzen noch etwas weiter ausdehnen. Meiner Meinung nach sollte jeder zeitliche Aspekt (in einer bestimmten Zeit … / Folge von Tagen …. ) nicht mehr erlaubt werden.“

In der Dresdner Heide zum Beispiel werden nur noch Caches mit Genehmigung vom Forst gepublisht. Droht das auch für andere Gebiete?
„Ja – dies versuchen wir zu verhindern, indem wir den Dialog mit dem Forst bzw. dem Umweltamt suchen. Deshalb reagieren wir bei Anfragen dieser Ämter entsprechend schnell.
Eine große Anzahl von Klettercaches in einem bestimmten Gebiet kann genau zu so etwas führen – das haben meine Gespräche mit dem Forst eindeutig gezeigt.“

Wie sind so Eure Erfahrungen mit Ownern? Eher positiv oder negativ? Welche Probleme gibt es und wie versucht Ihr diese zu lösen bzw. zu umgehen?
„Der größte Teil der Kontakte mit den Ownern läuft freundlich und kollegial ab.“

Was würdet Ihr Euch von den Cachern wünschen, welche Empfehlung habt Ihr für sie?
„Warum muss ein Mysterie immer schwerer sein als der Vorgänger des Owners? Ich will doch eigentlich, dass mein Cache gefunden wird, oder? Es gibt Owner, bei denen bin ich mir da nicht so sicher. Nach den Regeln müssen alle Informationen, welche ich benötige im Listing vorhanden sein.“

Wie nervig zum Beispiel ist für Euch das Vorabüberprüfen von freien Koordinaten?
„Solange es nicht große Zahlen (2-3 Koordinaten pro Cache sind ok) von Voranfragen sind, helfen wir gern – das hilft. Schade ist es dann, wenn diese Caches nie eingereicht werden.“

Gib es noch etwas, was Ihr gern los werden wollt?
„Was uns stört ist, wenn wir vorgeführt, also besch…… werden sollen. Das kann ich persönlich gar nicht ab.
Lieber vorher ehrlich fragen und man versucht eine Lösung zu finden, dass der Cache doch noch durch geht – dann muss man vielleicht mit einer Ablehnung leben, aber was soll`s? Es geht hier nur im Tupperdosen im Wald. Dafür muss man doch nicht andere Cacher – und das sind wir Reviewer auch – belügen.“

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