Susi Sonnenschein

Wie lange bist Du schon Geocacher/Reviewer und wie bist Du Reviewer geworden?
„Ich bin seit über 9 Jahren Cacher (steht ja im Profil) und Reviewer seit April 2014. Wie wird man Reviewer? Ich wurde gefragt, ob ich Lust dazu hätte und hielt das damals für eine gute Idee … :D“

Wieviel Zeit investierst Du pro Tag in Deine Reviewertätigkeit?
„Unterschiedlich. Zwischen ½ und 4 Stunden. Je nach Lust und den Mails, die man so bekommt. Ich nehme mir vor, nur dann zu reviewen, wenn ich auch Spaß dran gabe. Klappt recht oft.“

Du scheinst ja ein Faible für Statistik zu haben. Wie sieht die Statistik so bei Publishs aus, wie viele können gleich veröffentlicht werden? Wie viele benötigen noch eine Rücksprache mit dem Owner? Welches ist der Hauptgrund, dass ein Cache nicht gleich freigeschalten werden kann (Abstandsprobleme, …?)?
„Ich habe keine Statistik über die Quote, ich schätze es sind weniger als ⅓ die direkt freigegeben werden können. Hauptproblem ist natürlich die Abstandsregel, besonders in den Städten und da wieder bei Cachern mit wenig Funden. Ist ja auch logisch, die können nicht wissen, wo andere Stationen oder Finals liegen. Auch sehr oft muss nach der Lösung von Mysteries gefragt werden, entweder es ist gar keine dabei, oder nur eine angedeutete. Hier beschleunigt es den Review ungemein, wenn alles ausführlich beschrieben wird. Ansonsten: Fehlende Attribute, Other als Cachegröße bei Nanos – diese sind Mikro, und noch paar andere Dinge.“

Wie stehst Du zu LPs, T5s und Events mit höherer D/T-Wertung (wenn berechtigt)?
„T5, LP: wenn es legal ist, gerne.
D-/T-Wertung bei Events: Hier wird jetzt viel stärker darauf geachtet, dass es keine Phantasie-Wertungen gibt. Events sind eigentlich zu 99,9% D1.“

In der Dresdner Heide zum Beispiel werden nur noch Caches mit Genehmigung vom Forst gepublisht. Droht das auch für andere Gebiete?
„Dresdner Heide: Dort gab es Ärger, den wir mit diesem Kompromiss abmildern konnten. Der Forst ist ja durchaus kooperativ, man muss oft nur mit den Leuten sachlich sprechen.“

Was würdest Du Dir von den Cachern wünschen, welche Empfehlung hast Du für sie?
„Guidelines lesen, bei einer Rückfrage sachlich bleiben, die Wahrheit sagen.“

Wie nervig zum Beispiel ist für Dich das Vorabüberprüfen von freien Koordinaten?
„Ich habe kein Problem, eine Vorabinfo zu Koordinaten zu bearbeiten. Das ist meist weniger Aufwand, als nachträglich eine freie Stelle zu finden. Die mir angenehmste Vorgehensweise ist dabei: Listing anlegen und die GC-Nummer an den Reviewer schicken, möglichst direkt verlinkt. Dann gibt es in diesem Cache eine Reviewer Note, so dass auch meine Kollegen Bescheid wissen.“

Gib es noch etwas, was Du gern los werden willst?
„Es ist zum Teil recht nervend, dass besonders in Gebieten mit hoher Cachedichte, die Koordinaten recht frei interpretiert werden. So kommt es sehr oft zu Abstandskonflikten mit Fakekoordinaten. So schaden sich die Cacher eigentlich nur gegenseitig.
Persönlich finde ich es auch nicht gut, dass von einigen dieses schneller-höher-gefährlicher Wahn auf dieser Plattform betrieben wird. Aber auch hier kann die Comunity entgegenwirken, in dem einfach nicht alles mitgemacht wird. Ich bin aber auch keine Cacherpolizei und das will ich auch nicht sein. Aber niemand lässt sich gerne vorführen – trotzdem passiert es …“

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